Flachdächer können mit Bitumenbahnen, geklebt oder geschweißt, abgedichtet
werden. Kunststofffolien aus verschiedenen Stoffen (z.B. PVC, PIB , ECB,)
werden als Bahnen oder Planen verlegt. Die Ausführung richtet sich zum
Teil nach den Verlegerichtlinien des Herstellers. Wärmedämmungen, die
zwischen den einzelnen Abdichtungsbahnen verlegt werden, können aus den
unterschiedlichsten Wärmedämmmaterialen sein. Bei einem nicht belüfteten
Dach muß die Wärmedämmung trittfest sein.
Da die Materialien aus unterschiedlichen Kunststoffen für den Flachdachaufbau
hergestellt werden, muß eine Verträglichkeit untereinander gewährleistet
sein. Für eine Begrünung des Flachdaches muß die Dachkonstruktion und
das Abdichtungsmaterial geeignet sein. Dieses sollte schon bei der Planung
des Neubaus berücksichtigt werden. Nachträgliche Umwandlung in ein Gründach,
ist meistens mit einem hohen Kostenaufwand verbunden, wenn es den Regeln
entsprechen soll.Bei Flachdächern bis zu 3 Grad Dachneigung (5%) ist zu
berücksichtigen, daß bedingt durch zulässige Toleranzen in der Ebenheit
der Unterlage, der Dicke der Werkstoffe, durch Überlappung und Verstärkung,
mit behindertem Wasserablauf, mit Pfützenbildung und stehendem Wasser
gerechnet werden muß. Dieses stellt bei einem guten Abdichtungsmaterial
aber keinen
Nachteil da und ist kein Mangel. Trotzdem sollte bei einem Flachdach immer
ein Gefälle und kurzer Weg zur Entwässerung eingeplant werden. Sollte
dieses aus baubedingten Umständen nicht möglich sein, kann dieses auch
durch eine Gefällewärmedämmung, passend auf das Dach zugeschnitten, geplant
werden. Diese kann auch nachträglich verlegt werden.Planung und Ausführung
dieser Sonderkonstruktion werden von uns häufig ausgeführt.
Beispiel eines möglichen Gefälledaches... |
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Dächer mit Begrünung.... |
Dächer mit Begrünung sollten bei einem Neubau schon planerisch
berücksichtigt werden, oder bei nachträglicher Ausführung
sollte der Dachdecker zu Rate gezogen werden. Anschlüsse der
Dachabdichtungen sollten ausreichend hoch geplant werden. Oft wird
eine Durchgängigkeit von der Ebene des Wohnraum, bei gleicher
Höhe zum Dachgarten gewünscht. Dies ist nur möglich,
wenn die tragende Dachunterkonstruktion tief genug abgesenkt ist.
Nur dann ist eine ausreichende Anschlußhöhe zu erreichen.
Ist dieses nicht möglich, so muß an der Terrassentür
eine Stufe in ausreichender Höhe eingeplant werden, was wiederum
an der Durchgangsöffnung der Tür berücksichtigt werden
muß. Dehnungsfugen, Abflüsse und Anschlüsse sollten
zur Pflege und Kontrolle frei von Bewuchs sein. Die Statik der Dachkonstruktion
muß überprüft werden.
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Die Begrünungsformen erstrecken sich von Loggien und Terrassen
mit bepflanzten Brüstungselementen, räumlich gliedernde
Pflanzgefäße, über den eigentlichen, pflanzlich
bestimmten Dachgarten, bis zu großflächigen Begrünungen
ganzer Flachdächer von Großhallen.
Man unterscheidet in der Funktion der Gründächer extensiver
und intensiver Begrünung.
Für die Ausbildung extensiver Begrünung, d.h. nahezu pflegeloser,
stehen niedrig wachsende und auch trockenheitsverträgliche
Pflanzen zur Verfügung. Diese kann schon bei vorhandenen, ungenutzten,
bekiesten Dächer nachträglich ausgeführt werden.
Der Kies wird entfernt und eine wurzelfeste Schicht aufgebracht,
sowie Anschlüsse erhöht und Abflüsse berücksichtigt.
Intensive Begrünung, worunter der Einzelbaum ebenso zu verstehen
ist, wie die großflächige Grünanlage, bedingen anspruchsvollere
Pflanzen, erfordern einen differenzierteren Bodenaufbau und sind
ohne ständige Pflege nicht dauerhaft. Auch sind an die Dachabdichtung
größere Anforderungen zu stellen, da mit einem größeren,
nach Wasser und Halt suchenden Wurzelbedarf der Pflanzen zu rechnen
ist.
Diese Dächer sollten mit einem Gärtner und Dachdecker
gemeinsam geplant werden.
Allen Dächern ist gemeinsam, das diese in regelmäßigen
Intervallen gewartet werden und von Pionierpflanzen, die nicht gepflanzt
und sich durch Samenflug verbreiten, freigehalten werden.Bei Nichtbeachtung
dieser Regeln sind in kürzester Zeit Schäden an der Dachabdichtung
zu erwarten.
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